{"id":97,"date":"2008-04-27T20:08:37","date_gmt":"2008-04-27T18:08:37","guid":{"rendered":"http:\/\/uanliker.ch\/blog\/?page_id=97"},"modified":"2025-03-22T16:06:28","modified_gmt":"2025-03-22T15:06:28","slug":"hoehlentauchen-gasplanung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/uanliker.ch\/blog\/?page_id=97","title":{"rendered":"H&#246;hlentauchen &#8211; Gasplanung (2008)"},"content":{"rendered":"<h3><strong>Voraussetzungen <\/strong>f&#252;r effektives Tauchen im Team:<\/h3>\n<ul>\n<li>Alle Taucher im Team verwenden identische Flaschengr&#246;ssen<br \/>\nIst dies nicht m&#246;glich, wird das kleinste Volumen zur Gasplanung angesetzt.<\/li>\n<li>Alle Taucher im Team verwenden identische Gase<br \/>\nDekompressionszeiten und Gaswechsel sind im Team synchron<\/li>\n<li>Legt der erste Taucher im Team eine Stage ab, legen alle anderen Taucher im Team die Stage ab.<\/li>\n<\/ul>\n<h3><strong>Gasplanung<\/strong>:<\/h3>\n<ul>\n<li><strong>R&#252;ckenger&#228;t<\/strong>: sp&#228;testens nach 1\/3 wird gedreht<br \/>\nBei identischem Luftverbrauch im 2-er Team kommt man bei Ausfall eines R&#252;ckenger&#228;tes mit leeren Flaschen beim Ausgang an. <strong>Somit m&#252;ssen zus&#228;tzliche Sicherheitsreserven eingeplant werden!<\/strong><em>Empfehlung<\/em>:<br \/>\nZu Beginn sollte nach 1\/6-Regel getaucht werden (Intro Cave\/HT2-Niveau).<br \/>\nIm 2er-Team ist die 1\/4-Regel genug, d.h. 1\/4 rein und 1\/2 Reserve.<\/li>\n<li><strong>R&#252;ckenger&#228;t plus 1x 80cuf (11 lt)- Stage:<\/strong><br \/>\nA) R&#252;ckenger&#228;t ist Sicherheit, gedreht wird nach 1\/2-Stage +10bar. Dies entspricht bei D12 als R&#252;ckenger&#228;t der 1\/6-Regel.<br \/>\nB) R&#252;ckenger&#228;t und Stage werden geatmet.<br \/>\nStage wird nach 1\/2+10bar abgelegt. Aus dem R&#252;ckenger&#228;t wird nun der restliche erlaubte Gasverbrauch bis zum 1\/3 entnommen.<br \/>\n<em><br \/>\nBei D12 sieht die Rechnung wie folgt aus:<br \/>\nGasvorrat: 7000 lt -&gt; 2300 lt bis max. Eindringtiefe<br \/>\nVerbrauch: 1000 lt aus Stage plus 1300 lt = 55 bar aus R&#252;ckenger&#228;t.<br \/>\nPers&#246;nlich tauche ich dann die 1\/4 Regel (50 bar) aus dem R&#252;ckenger&#228;t<\/em>Bei Ausfall eines R&#252;ckenger&#228;tes kommt man auf dem R&#252;ckweg (in der H&#246;hle) an weiteres Gas ran, die Stage-Flasche. Diese enth&#228;lt ca. 1000 lt-Gas. Dieses Gas erh&#246;ht den Spielraum auf dem R&#252;ckweg, den nun hat jeder Taucher wieder Atemgas bis zum Ausgang, d.h. es wird nicht der berechnete Sicherheits-1\/3 f&#252;r das Tauchen bis zum Ausgang ben&#246;tigt &#8211; falls beide Stages funktionieren.<\/p>\n<p><em>In Zahlen (Annahme gleicher Luftverbrauch bei beiden Taucher im Team und der Luftverbrauch steigt nicht an).<br \/>\nGasverbrauch R&#252;ckweg bis Stage: 2&#215;1300 lt = 2600 lt (hier sind noch 900 lt im R&#252;ckenger&#228;t)<br \/>\nGasverbrauch R&#252;ckweg bis Ausgang: 2&#215;2300 lt = 4600 lt<br \/>\nGasvorrat im R&#252;ckenger&#228;t: 3480 lt plus Gasvorrat in den Stages: 2400 lt<\/em><\/p>\n<p>Der Ausfall einer Stage w&#228;re verkraftbar. Rechnerisch m&#252;sste aber f&#252;r min. 100 lt Wechselatmung betrieben werden. <strong>Somit lieber etwas fr&#252;her drehen und Sicherheitsmargen einrechnen!<\/strong><\/p>\n<p><em>Legt man die Stage nach 1\/3 ab, suche ich noch ein Szenario bei dem ich das Reservedrittel verwenden kann. Hinweise sind willkommen. <\/em><\/li>\n<li><strong>R&#252;ckenger&#228;t plus 2x 80cuf (11 lt)- Stage:<br \/>\n<\/strong> A) R&#252;ckenger&#228;t ist Sicherheit. Erste Stage wird nach 1\/2+10bar abgelegt.<br \/>\nBei der Verwendung eines D12 entspricht dieses Vorgehen in etwa der 1\/4-Regel (genauer 1\/4.6)<br \/>\nB) R&#252;ckenger&#228;t wird ebenfalls verwendet.<br \/>\nDiese Variante gibt es bei mir nicht. Rechnerisch w&#252;rden 40 bar (ca. 1\/6) zur Verf&#252;gung stehen. Da die Distanz bis zum Ausgang weit ist, habe ich lieber mehr Sicherheitsgas zur Verf&#252;gung.<\/li>\n<li><strong>R&#252;ckenger&#228;t plus 3x 80cuf (11 lt)- Stage:<br \/>\n<\/strong> R&#252;ckenger&#228;t ist Sicherheit. Erste und zweite Stage wird jeweils nach 1\/2+10bar abgelegt.<br \/>\nBei der Verwendung eines D12 entspricht dieses Vorgehen in etwa der 1\/4-Regel (genauer 1\/3.8)<\/li>\n<li><strong>R&#252;ckenger&#228;t plus 4x 80cuf (11 lt)- Stage:<br \/>\n<\/strong> R&#252;ckenger&#228;t ist Sicherheit. Erste, zweite und dritte Stage wird jeweils nach 1\/2+10bar abgelegt.<br \/>\nBei der Verwendung eines D12 entspricht dieses Vorgehen in etwa der 1\/3-Regel (genauer 1\/3.4)<br \/>\nWer mit 4x 80cuf-Stages Strecke schwimmt &#8230;<\/li>\n<\/ul>\n<h3><strong>Scooter (DPV)<br \/>\n<\/strong><\/h3>\n<p>Scooter bringen einem ohne Anstrengung schnell, sehr weit weg vom Ausgang. Dabei muss als Standard-Szenario der Ausfall eines Scooters ber&#252;cksichtigt werden. <strong>Ohne Backup\/Reserve-Scooter sollte maximal eine 80cuf-Stage ausgefahren werden<\/strong>, d.h. nach 1\/2-Stage+10bar wird gedreht.<\/p>\n<p><em>Beispielhafte Gasplanung an Hand der Gouffre de Cabouy, Lot:<br \/>\nBei dieser H&#246;hle existiert nach ca. 900m ein zweiter Ausgang (Gouffre de Pou Meyssen). Schwimmend ben&#246;tigt man f&#252;r die Stecke 75 Minuten und ca. 3000 lt Gas. Mit einem Scooter ist man in 20-25 Minuten beim zweiten Ausgang und verbraucht etwas weniger als 1000 lt. F&#228;llt der Scooter bei der Pou Meyssen aus, kann man gem&#252;tlich mit der D12 (4800 lt) zur&#252;ck schwimmen.<\/em><\/p>\n<p>F&#252;r eine bestimmte Distanz ist man mit einem UW-Scooter (DPV) ca. <strong>3x schneller<\/strong> und verbraucht <strong>3-4x weniger Gas<\/strong>. Dreht man die Scooter-Geschwindigkeit hoch, sind die Unterschiede extremer. Die genannte Faustregel trifft z.B. beim <a title=\"Silent Submersion Scooter\" href=\"www.silent-submersion.com\/\" target=\"_blank\">Silent-Submersion<\/a> in Stufe 5 zu, d.h. Fahrgeschwindigkeit ca. 3 km\/h.<\/p>\n<p>Liegt die Stecke auf Tiefe (z.B. Ressel), werden die Dekompressionszeiten um ein vielfaches l&#228;nger. Das Dekompressionsgas muss in entsprechenden Mengen zur Verf&#252;gung stehen. Mit 1x 80cuf l&#228;sst sich ca. 10 Minuten im tiefen Teil hinein fahren. Der R&#252;ckweg bei einem Scooterausfall w&#228;re dann 30 Minuten anstelle von 10 Minuten. Die Grundzeit im 50m-Bereich steigt von 20 Minuten auf 40 Minuten!<\/p>\n<h3>Anmerkung<\/h3>\n<p>Nicht anwendbar bei Schwinden (Str&#246;mung in die H&#246;hle hinein).<br \/>\nVerschlechtere Sicht auf dem R&#252;ckweg, Verengungen, Dekompressionsstops und andere Unw&#228;gbarkeiten k&#246;nnen den Gasverbrauch f&#252;r den R&#252;ckweg erh&#246;hen, dann sind gr&#246;ssere Sicherheitsmargen n&#246;tig um den Ausstieg zu erreichen.<\/p>\n<p>Der &#8218;amerikanische&#8216; Weg ist bei jeder Gasquelle (R&#252;ckenger&#228;t, Stage) 1\/3 f&#252;r den Hinweg zu verbrauchen, 1\/3 ist dann R&#252;ckweg und 1\/3 Reserve, d.h. Stages werden nach dem Verbrauch von 1\/3 auf dem Hinweg abgelegt.<br \/>\nF&#228;llt das Doppelger&#228;t beim entferntesten Punkt vom Ausgang aus, erreicht man die letzte Stage wie unter Gasplanung R&#252;ckenger&#228;t beschrieben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Voraussetzungen f&#252;r effektives Tauchen im Team: Alle Taucher im Team verwenden identische Flaschengr&#246;ssen Ist dies nicht m&#246;glich, wird das kleinste Volumen zur Gasplanung angesetzt. 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